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Die Vielfalt der Landschaften Bayerns ist überwältigend und begeisternd. Und so wie sich die Landschaften voneinander unterscheiden ist auch die Tracht, das Brauchtum und die Art und Weise zu tanzen und zu platteln unterschiedlich.

Die Chiemgauer Art wird allgemein, als leichtfüßig, rund und spritzig, kurz als "schneidig" beschrieben. Die Eleganz der Bewegungsabläufe und die Lautstärke der Schläge auf Schuhen und Hosen kennzeichnen die Chiemgauer Art.

Wie überall geht es auch im Chiemgau darum, die Zuschauer in der Form und im Ausdruck des Tanzes zu beeindrucken. Früher waren es wohl die Dirndl, die auf dem Tanzboden durcch frei improvisierte Schlagfolgen und Sprünge umworben wurden.

Der Stolz auf das Land und die Landschaft, die Schönheit der Region und das überaus große Glück auf diesem Stück Erde leben zu dürfen, spiegelt sich im Auftritt der Chiemgauer Buam und Dirndl wider. Eine seltene Form des Plattlns findet sich aber tatsächlich nur im Chiemgau.

Üblicherweise wurde der Plattler nur zu Landlermelodien getanzt. Basis aller Schläge auf Schuhe und Hose war also der Drei-Viertel-Takt. Die Buam im Chiemgau haben eine neue Variante probiert und eingeführt, nämlich den Marschplattler. Er folgt auf flotte Marsch- und Polka- Melodien und wirkt dann besonders kräftig, wenn zwanzig Buam gemeinsam und ohne Dirndl (auch eine Chiemgauer Eigenart) auftreten.

 

Text: Klaus Löhmann, 2005