AktuellesGauverbandSachgebieteArchivKontakt
Sachgebiete

 
Namenstag:
05. April

Creszentia v.Kaufbeuren
lat.: "die Wachsende"

5. April Creszentia von Kaufbeuren

persönliche Daten:

Crescentia Höß * 1682, + 1744.

Sie war unter dem Namen Anna Höß die Tochter armer Weberleute aus Kaufbeuren (Allgäu) und wurde trotz großer Frömmigkeit nur unter Schwierigkeiten ins Franziskanerinnenkloster ihrer Heimatstadt aufgenommen. Ihre wiederholten Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Da Franziskanerklöster keinerlei Besitz hatten und deshalb auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen waren, wurden die Anträge von Anna Höß auf Aufnahme in das Kloster wohl abgelehnt, weil die Webertochter viel zu arm war. Schließlich gelang es der inzwischen 21-jährigen Anna - auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte - doch noch in das Kloster aufgenommen zu werden. Die Oberin des Klosters ließ die körperlich schwächliche Novizin jedoch immer wieder spüren, dass ihre Aufnahme nur unter Druck zu Stande gekommen war, und bürdete ihr oft die schwersten Arbeiten auf. Zur großen Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese allerdings alle Quälereien, ohne ein Wort der Klage. Im Laufe der Zeit drang die Kunde vom Martyrium der Dulderin auch nach außerhalb der Klostermauern. Der gesamte Fall wurde gründlich untersucht und die unwürdige Oberin schließlich abgesetzt. Die arme Webertochter jedoch wurde nun zur Novizenmeisterin und einige Jahre später im Jahre 1741 sogar zur Oberin gewählt. Das Schicksal der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unendlicher Geduld ertrug - sie soll bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen gelitten haben - wurde bald auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Später war sie 26 Jahre lang Novizinnenmeisterin und seit 1741 Oberin. Sie führte das Kloster so erfolgreich, dass dessen materielle Existenz für lange Zeit gesichert war und für die sozialen Aufgaben des Ordens viel Geld erübrigt werden konnte.

Sie hatte dämonische Anfechtungen zu bestehen und ein mystisches Gebetsleben. Von hoch und niedrig wurde sie um Rat gefragt, darunter auch von Kaiser Karl VII und Kaiserin Maria Theresia.
Durch ihre ausgedehnte Korrespondenz hatte sie einen bedeutenden Einfluß auf ihre Zeit.

Nach Kreszentias Tod setzte ein Strom von Pilgern ein, der für lange Zeit zu einem Mittelpunkt des religiösen Lebens in Schwaben machte. Bis zu 70.000 Menschen kamen in manchen Jahren, um am Grab von Krescentia zu beten.

für Creszentia sind auch Crescentia, Zenta, Kreszentia, Kreszenz, Crescenzia, Kredel, Krele, Krelen, Kresel, Krettel, Senz, Senze, Senzel, Centa, Zenze, Zenzi, Zenzl üblich.

Darstellung:

Darstellung als Nonne mit Gebetbuch, Kruzifix, der Heilige Geist neben ihr. Wasser in einem Sieb tragend. Der böse Feind bietet ihr weltliche Kleider und die Klosterschlüssel zum Entfliehen an.