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Namenstag:
13. April

Martin I.
lat.: "dem römischen Kriegsgott Mars geweiht"

13. April Martin I.

persönliche Daten:

Martinus I (Martin ) + 655. Papst.

Er stammte aus der Umgebung von Rom und war zuerst päpstlicher Nuntius in Konstantinopel. Er wurde 649 zum Papst gewählt und geweiht, diese Wahl vom Kaiser Konstans II aber nicht bestätigt. Er war in große Schwierigkeiten mit dem Kaiser verstrickt. Der hl. Martinus erließ bei einer Synode eine Encyclica an die Gläubigen des Erdkreises, worin er klarstellte, dass die Lehre von "nur Einem Willen in Jesus" (welchen die Monotheleten lehrten) den Erlöser, Christum den Herrn verleugne, indem behauptet werde, Er habe nach seiner Knechtsgestalt oder nach seiner um unsertwillen angenommenen menschlichen Natur keinen Willen oder keine natürliche Thätigkeit des Willens. Umsonst hatte der Kaiser durch seinen Kämmerer Olympius Zwietracht in die Versammlung zu bringen getrachtet. Selbst einem Mordanschlag gegen den Papst hatte der Kaiser zugestimmt, aber auch dieser wurde durch göttliche Fügung vereitelt. Übrigens wird letzteres von Vielen bezweifelt, obwohl die Legende den Mordanschlag bis ins Einzelnste ausmalt, den Mörder aber erblinden läßt. Da jedoch der Papst fortfuhr, dem Kaiser das Recht, in Glaubenssachen mitzuentscheiden, entschieden zu bestreiten, nahm der neue Exarch Theodor Kalliopas, dem man in Rom mit vielem Vertrauen entgegen gekommen war, den Papst im J. 653 im Lateran gefangen. Das Kirchenoberhaupt wurde auf Befehl des Kaisers verhaftet und trotz Krankheit nach Konstantinopel gebracht - die Überfahrt dauerte drei Monate. Dort wurde der Gefangene wegen „Rebellion“ zum Tode verurteilt, auf Bitten des Patriarchen von Konstantinopel aber zu lebenslanger Verbannung „begnadigt“.

Noch zu seinen Lebzeiten wurde für Martinus ein neuer Papst zu seinem Nachfolger gewählt. Martinus resignierte und starb aufgrund der erlittenen körperlichen und seelischen Leiden.

Überliefert sind vier Briefe Martins aus Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - und aus Chersones - heute Ruinen bei Sewastopol auf der Halbinsel Krim.

Für "Martin" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Märten, Märti, Marten Merten, Morten,

Brauchtum:

Obschon Martin im September starb, wird sein Gedenktag in der griechischen Kirche schon seit Jahrhunderten im April begangen.

Darstellung:

Darstellung in bischöflichem oder päpstlichem Gewand mit Kreuzstab. In bildlichen Darstellungen sieht man ihn öfter, wie er im Gefängnisse schmachtet, neben sich die Insignien der päpstlichen Würde. Manchmal trägt er ein Schwert, zu dem er verurtheilt war.

Wetterregel:

„So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April.”