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Namenstag:
13. April

Hermenegild
althochdt.: "der Heermann der Vergeltung"

13. April Hermenegild (Ermengild), der Gothe

persönliche Daten:

Hermenegild + 585.

Er war Sohn des arianischen Westgotenkönigs Leovigild, der durch seine Gemahlin, einer Tochter von König Sigisbert I von Austrasien (Westdeutschland, Lothringen) zum katholischen Glauben bekehrt wurde. Es gelang Ingunde im Laufe der Zeit, auch ihren Ehemann für den katholischen Glauben zu gewinnen. Bald erfuhr jedoch der alte König vom Gesinnungswandel seines Sohnes und drohte ihm mit dem Entzug des Erbes. Hermenegild ließ sich aber nicht einschüchtern. Da die Schwiegermutter es verstand, den Konflikt durch Intrigen weiter zu schüren, waren Vater und Sohn bald völlig entzweit. Hermenegild ließ sich zu einem Aufstand gegen seinen Vater verleiten, der daraufhin Sevilla eroberte, seinen Sohn gefangennahm und ihn in Tarragona 585 enthaupten ließ, als er sich weigerte, die Kommunion aus der Hand eines arianischen Bischofs zu empfangen.Prinzessin Ingunde gelang es, vor der Hinrichtung ihres Ehemanns noch rechtzeitig mit ihren Kindern zu fliehen.

histor.: West- und Ostgoten, Vandalen und andere ostgermanische Völker waren zwar bereits Christen, gehörten aber dem arianischen Bekenntnis an. Für die Arianer war Christus nicht Gottes Sohn, sondern nur ein Mensch, was einer Vermischung der Eroberer mit der katholischen romanischen Bevölkerung im Wege stand. Nur die westgermanischen Franken nahmen das katholische Christentum an.

Hermenegilds Verehrung wurde vor allem durch die Jesuiten gefördert. Papst Sixtus V. machte 1586 sein Fest für ganz Spanien verbindlich. 
Darstellung:

Darstellung in fürstlicher Kleidung mit Palme und Beil.