AktuellesGauverbandSachgebieteArchivKontakt
Sachgebiete

 
Namenstag:
23. April

Georg
griech.: "der Landmann"

23. April Georg

persönliche Daten:

Georg von Kappadokien + um 305.

Er stammte aus Kappadokien (Türkei), soll ein hoher römischer Offizier gewesen und unter Kaiser Diokletian enthauptet worden sein.

Die Gestalt des Heiligen ist durch die Legende vollständig überwachsen. Lediglich seine schon früh einsetzende kultische Verehrung garantiert sein Martyrium. Die ursprüngliche Lebensgeschichte geht auf das 5. Jahrhundert zurück und ist in zahllosen Beschreibungen, die dabei jedesmal willkürlich verändert wurden, erhalten.

Georg zu Ehren wurden viele Kirchen sowohl im Morgen- als auch im Abendland errichtet. In Gallien wurden im 6. Jahrhundert Reliquien von ihm verehrt. Die Merowinger wollten ihren Stammbaum auf ihn zurück führen. In England wurde Georg 1222 zum Patron des englischen Königreiches erwählt.

Er ist einer der 14 Nothelfer.

Nach einer der Legenden stirbt Georg dreimal und wird jedes mal wieder zum Leben erweckt. Die Georgslegende findet im Abendland und bei den Slawen weite Verbreitung. Relativ spät (etwa 12./13. Jahrhundert) kommt das Motiv des Drachenkampfes als Sinnbild für den Kampf gegen das Böse dazu.

Für "Georg" sind auch folgende Namen gebräuchlich: George, Giorgo, Girg, Girgl, Göran, Görres, Gorch, Jiri, Jöran, Jörg, Jörn, Jorge, Joris, Jürgen, Jürina, Juri, Schorsch, York, Jörg, Jörn, Jürgen, Gorch, Jöran, Jerzy (poln.), György (ung.), Georges (franz..),

Brauchtum:

Georg genießt schon im Altertum höchste Verehrung im vorderen Orient, in Ägypten und Äthiopien. Der Kult breitete sich schnell aus und erreichte schließlich Mitteleuropa. In Deutschland wurde Georg insbesondere während seiner Ritterlichkeit verehrt.

Auch im bäuerlichen Leben gehört er zu den wichtigsten Heiligen: ab dem Georgstag darf man die Felder nicht mehr betreten. Schulden aus dem alten Jahr werden maximal bis zum Georgstag gestundet. Auch den Pferden, dem Zeichen des Rittertums, wird am Georgstag gedacht: mit zahlreichen Pferdesegnungen und Umritten.

Schließlich feiern auch die Pfadfinder, inbesondere der katholischen Verbände "Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg" und "Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg" ihren Patron mit vielfältigen Aktionen.

Darstellung:

Darstellung als Krieger zu Fuß; zu Pferd mit Fahne, darauf oft ein rotes Kreuz und Schild, mit der Lanze den Drachen bekämpfend. Als Sieger über das Böse wird er auch oft mit dem Erzengel Michael zusammen dargestellt.

Patron:

Patron Englands, zahlreicher Orden, auch Ritterorden, der Pfadfinder, Artisten, Bauern (wegen des Namens) und ihres Besitzes, der Bergleute, Böttcher, Büchsenmacher, Gefangenen, Harnischmacher, Kavalleristen, Landsknechte, Reiter, Ritter, Sattler, Schmiede, Schützen, Soldaten, Waffenschmiede, Wanderer; der Spitäler; der Pferde, des Viehs.

Wetterregel:

Ab Georgi dürfen die Felder nicht mehr betreten werden.


„St. Georg kommt nach alten Sitten / auf dem Schimmel angeritten.” - er bringt noch einmal Schnee!
„St. Andreas macht das Eis, St. Georg bricht das Eis.”
„Kommt St. Georg auf dem Schimmel, / kommt ein gutes Jahr vom Himmel!”
„Sind die Reben an Georgi noch blind, / so freut sich Mann und Kind.”
„Auf St. Georgs Güte / stehen alle Bäum in Blüte.”
„Zu Georg soll sich's Korn so recken, / dass sich eine Krähe kann verstecken.”
„Gewitter am St.-Georgs-Tag / ein kühles Jahr bedeuten mag.”
„St. Georgi und St. Marks / dräuen oft viel Arg's.”
„Regnet's am Georgitag, / währt noch lang des Segens Plag.”
„Vor Georgi trocken, nach Georgi nass.”
„Wenn vor Georgi Regen fehlt, / wird man nachher damit gequält.”
"Zu Georgi hinaus, zu Michaeli wieder nach Haus."
"Die Wiese geht ins Heu, ist Sankt Jürgentag vorbei."
"Zu Georgi blinde Reben, später volle Trauben geben."