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Namenstag:
16. Oktober

Gallus
lat.: "der Gallier"

16.  Oktober  Gallus

Persönliche Daten:

Gallus * um 550, + 16.10. um 645.

Er stammte aus Irland und war Mönch in einem Kloster in der Nähe von Belfast/Nordirland.

Um 590 ging er mit dem hl. Kolumban auf Missionsreise ins Frankenreich, wo sie über Luxeuil (Nordostfrankreich) und Metz (Lothringen) nach Zürich zogen. Vom Zürichsee flohen sie nach Bregenz am Bodensee, wo sie die wieder ins Heidentum zurückgefallenen Einwohner missionierten. Sie wurden nach 3 Jahren auch von hier wieder vertrieben.

Er erbaute sich an dem Platz, an dem heute die Stadt St. Gallen steht, eine Einsiedelei. 614/15 trug man ihm die Bischofswürde von Konstanz an und 625 wählten ihn die Mönche von Luxeuil zum Abt. Er lehnte beides ab. Aus den letzten 20 Jahren seines Lebens weiß man fast nichts mehr.

Er starb im Alter von 95 Jahren und wurde in seiner Klause begraben, aus der sich das bedeutende Kloster St. Gallen entwickelte.

Darstellung:

Darstellung mit Pilgerstab und Brot. Mit einem Bären, der ihm Holz bringt. Als Einsiedler mit einfachem Kreuz.

Patron:

Patron des Bistums, Kantons und der Stadt St. Gallen; der Gänse und Hühner (wegen der Worgleichheit lateinisch gallus = Hahn, gallina = Henne).

Wetterregel:

Bis St. Gallus müssen alle Früchte, die im Frühjahr Samen bringen sollen, aus dem Garten in den Keller.
"Hedwig und St. Gall' / machen das schöne Wetter all."
"Die Hedwig und der Galle, die machen das schöne Wetter alle."
"Viel Regen zu Gallus - Regen bis Weihnachten."
"Wenn St. Gallus Regen fällt, / der Regen sich bis Weihnacht hält."
"Mit St. Hedwig und St. Gall' / schweigt der Vögel Sang und Schall."
"Auf St. Gallen' Tag / muss jeder Apfel in sein' Sack."
"Auf St. Gallus-Tag / nichts mehr draußen bleiben mag."
"Auf St. Gall / bleibt die Kuh im Stall."
"St. Gallen / lässt Äpfel und Schnee fallen."
Trocken am St. Gallus-Tag, verkündet einen trockenen Sommer.
"Tritt St. Gallus trocken auf, / folgt ein nasser Sommer drauf."
"Gießt Gallus wie aus einem Fass, / ist der nächste Sommer nass."
"Ist St. Gallus nicht trocken, / folgt ein Sommer mit nassen Socken."
"Wenn Gallus kommt hau' ab den Kohl, / er schmeckt im Winter trefflich wohl."

 


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