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Namenstag:
21. Oktober

Ursula
lat.: "kleine Bärin"

21. Oktober Ursula

Persönliche Daten:

Ursula und Gefährtinnen + um 304.

In der Ursula-Kirche in Köln befindet sich im Chor auf einer Kalksteinplatte eine Inschrift, die nachweislich aus dem 4., spätestens 5. Jahrhundert, also noch aus der Völkerwanderungszeit und der Zeit der Hunnenzüge stammt. Danach hat ein gewisser Clematius auf Grund eines Gelübdes diese Basilika erneuert an der Stelle, wo heilige Jungfrauen ihr Blut für Christus vergossen haben.

Diese Inschrift wird heute als wichtigstes Zeugnis für die frühe Verehrung der Jungfrauen und für ihre geschichtliche Wahrheit angesehen. Die ersten urkundlichen Nachrichten für einen Ursula-Kult gibt es aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Sie weisen bezüglich der Anzahl der Märtyrerinnen beträchtliche Unterschiede (bis zu mehreren tausend) auf.

Ein heidnischer Prinz bewarb um sie. Sie sagte zu, seine Frau zu werden unter der Bedingung, dass er selbst Christ werde und ihr die Möglichkeit gäbe, mit 11000 Jungfrauen auf drei Jahre nach Rom zu wallfahren.

Aus dem 9. Jahrhundert sind Zeugnisse einer kirchlichen Verehrung bekannt, damals werden als Märtyrerinnen genannt Pinnosa, Brittola, Martha, Saula, Sambatia, Gregoria, Saturnina und Palladia.

Spätestens zu Beginn des 10. Jahrhunderts wird die Zahl von 11.000 Jungfrauen diskussionslos angenommen.

Die Ursula-Legende wurde mit phantastischen Details ausgeschmückt. Zweifellos ist Köln der Ausgangspunkt der Verehrung der hl. Ursula, die sich auf viele Teile Europas ausdehnte.

Darstellung:

Darstellung mit Pfeil, Palme oder Kreuzfahne in der Hand, mit einer Krone, einen Mantel über Jungfrauen breitend (Schutzmantelfrau). Mit einem Schiff; umgeben von Jungfrauen an Land gehend.

Patron:

Patronin der nach ihr benannten religiösen Frauengemeinschaften (Ursulinen), der Jugend, Eheleute, Lehrerinnen, Tuchhändler; der Universitäten Wien, Sorbonne (Paris) und Coimbra (Portugal); in Kriegszeiten; für eine gute Ehe, für ruhigen Tod; gegen Kinderkrankheiten und die Qualen des Fegefeuers

Wetterregel:

"St. Ursulas Beginn / zeiget auf den Winter hin."
"St. Ursula will uns sagen / bald könnt' das Feld Schnee tragen."
"An Ursula muss das Kraut herein, / sonst schneien Simon und Juda hinein."
"Wie der St.Ursula-Tag anfängt, so soll der Winter beschaffen sein."

 


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