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Namenstag:
25. Oktober

Krispin(us) und Krispinian
lat.: "der Fröhliche / Kraushaarige"

25. Oktober  Krispin(us) und Krispinian

Persönliche Daten:

Geboren im 3. Jahrhundert in Rom, gestorben um 287 in Soissons (Frankreich).

Diese zwei in Rom geborenen Brüder zogen im 3. Jahrhundert zu Missionszwecken nach Soisson, Frankreich. In dieser Stadt, durchwirkt vom Heidentum, war es schwer möglich predigend umherzuzeihen. Deshalb beschlossen die gebildeten Brüder, Schuhe zu machen, um so mit dem Volk in Kontakt zu kommen. Dieser Plan gelang und viele Leute ließen sich taufen. Tagsüber verbreiteten sie ihre Lehre, die Nacht nutzten sie, um ihren Lebensunterhalt als Schuhmacher zu verdienen, wobei sie sich nur von den Reicheren bezahlen ließen, für die Armen arbeiteten sie stets um Gotteslohn.

Sehr lange wirkten sie so noch nicht, als sie angezeigt wurden, ihrer Legende zufolge wegen ihres christlichen Glaubens. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Maximian wurden die Brüder aufgefordert, ihrem Glauben abzuschwören. Als sie dies verweigerten, ließ man sie mit Blei übergießen, dann ins Feuer, schließlich ins Wasser werfen. Doch alle diese Folterungen brachten Krispin und Krispinian nicht von ihrem Glaubensweg ab. So ließ man sie schlussendlich enthaupten.Wundersam versehrten sie die Foltern nicht, doch die anschließende Enthauptung brachte sie im Jahre 287 zu Tode.

Jahrunderte später gelangten einige der Reliquien Krispins und Krispinians nach Osnabrück, wo sich ein Zentrum ihres Kultes herausbildete. Ihre Gebeine sollen - abweichend davon - nach Soisson gelangt sein, nachdem Krispin und Krispinian in Rom das Martyrium erlitten haben.

Ihr Tag ist der 25. Oktober.
Crispinus heißt noch ein weiterer Heiliger.
Crispinus soll überdies bei den Römern ein Gott der Schuhmacher gewesen sein.

Chronik: Am St. Krispianustag des Jahres 1415 siegte der englische König Henry V. in der Schlacht von Azincourt (100-jähriger Krieg) mit einem kleinen, erschöpften, unberittenen Heer gegen eine berittene und vielfach überlegene französische Streitmacht. William Shakespeare machte diese historisch sicher belegte Ruhmestat in seinem Drama „Henry V” unsterblich. (Lesermitteilung)Darstellung:

Dargestellt werden Krispin und Krispinian als Schumacher, mit Schwert, Messer, Mühlstein, Bleikessel und Scheiterhaufen.

Patron:

Sie sind Patrone von Osnabrück, Stadt und Bistum, Soisson, der Schumacher und allgemein der hautverarbeitenden Gewerke (Gerber), der Schneider und der Weber.