AktuellesGauverbandSachgebieteArchivKontakt
Sachgebiete

 
Namenstag:
06. November

Leonhard
althochdt.: "der für das Volk Starke"

6. November Leonhard

Persönliche Daten:

Er lebte wahrscheinlich im 6. Jahrhundert, doch gibt es keine sicheren Nachrichten über ihn.

Seine sehr legendäre Lebensbeschreibung stammt aus dem 11. Jahrhundert. Nach dieser soll er aus einem fränkischen Adelsgeschlecht stammen, Schüler des Bischofs Remigius gewesen sein und ein Kloster, dessen Abt er wurde, gegründet haben. Neben vielen Wundern wird ihm besondere Fürsorge für Gefangene zugeschrieben.

Leonhard wird als Patron der Gefangenen und Löser der Ketten verehrt. Deshalb sind ihm geweihte Kirchen vielfach von Ketten umspannt oder in ihrem Inneren hängen Ketten als Votivgaben für Befreiung aus Gefangenschaft. Dieser Brauch dürfte auf vorchristliche Ursprünge zurückgehen, weil schon germanische Opferstätten zum Schutz vor Dämonen mit einer Kette oder Schnur umspannt wurden.

Nach dem 11. Jahrhundert breitete sich seine Verehrung von Frankreich her besonders nach Bayern, Schwaben und Österreich aus, wo Leonhard im Laufe der Zeit zum Schutzheiligen für alle bäuerlichen Anliegen, vor allem für das Vieh und Wetter, wurde. Noch heute gibt es zahlreiche Leonhardi-Fahrten und -Ritte an seinem Festtag.

In den Kirchen, namentlich in denen auf dem Lande trifft man oft das Bild eine Heiligen an mit seinem schwarzen Gewande bekleidet, eine zerbrochene Kette in der Hand: dies ist der heilige Leonhard, der des Heilands Wort: „Ich war gefangen und du hast mich besucht,” so treu erfüllt hat.

Er wird zu den 14 Nothelfern gezählt.

Darstellung:

in schwarzer Mönchskutte mit Kette und Abtstab. Befreit Gefangene aus dem Fußblock oder hält sie an der Kette. Ochsen und Pferde neben ihm.

Patron:

der Bauern, Bergleute, Böttcher, Butterhändler, Fuhrleute, Hammer- und Kupferschmiede, Kohlenträger, Lastträger, Obsthändler, Schlosser, Schmiede, Stallknechte, Wöchnerinnen; Gefangenen, Pferde und des Viehs.