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Namenstag:
03. Dezember

Franz Xaver
lat.: "der Freie"; baskisch-spanisch: "das neue Haus"

3. Dezember Franz Xaver

Persönliche Daten:

Glaubensbote in Indien und Ostasien, Ordensprovinzial, * 1506 auf Schloss Xavier bei Pamplona/Spanien; † 1552 auf der Insel Sancian / Shangchuan Dao bei Kanton/China

Er wurde in Navarra als Sohn des Vorsitzenden des Königlichen Rates von Navarra geboren.
Seine ursprünglich sehr reiche Familie verlor während Kriegswirren ihr ganzes Vermögen. Franz Xaver zog 1525 zum Studium der Theologie nach Paris, schloß sich hier Ignatius von Loyola an, empfing 1537 die Priesterweihe und half 1539 in Rom bei der Abfassung der ersten Satzung des Jesuitenordens mit.

1541 fuhr er im Auftrag des Königs als päpstlicher Gesandter von Lissabon nach Goa (Indien). Hier missionierte er etwas 2 Jahre lang und taufte zirka 30.000 Bekehrte. Anschließend missionierte er etwa 8 Jahre in Südostasien. In Malakka (Hinterindien) erfuhr er vom neu entdeckten Japan und wandte sich zunächst nach Vietnam. Er mußte zur Klärung organisatorischer Fragen nach Indien zurückkehren. 1549 segelte er mit 5 Begleitern von Goa nach in Kagoshima (Südjapan). Hier lernte er die Sprache und bildete eine Gemeinde mit 100 Christen. Nach einem Jahr versuchte er, den Kaiser von Japan zu besuchen, wurde von diesem aber nicht vorgelassen.
Auf dieser beschwerlichen Reise hatte er die politischen und religiösen Verhältnisse in Japan kennen gelernt und sah nun ein, dass er sein ärmliches Auftreten ändern müsse, um besser geachtet zu werden.

Im November 1550 fuhr er nach Indien zurück, wo er zum 1. Provinzial der neu errichteten indischen Ordensprovinz ernannt wurde. Der letzte Teil seiner Reise galt der Missionierung Chinas. Ende August 1552 erreichte er die Insel Sancia vor Kanton, die ein Treffpunkt portugiesischer und chinesischer Kaufleute war. Die Einreise für Ausländer nach China war verboten und so wagte niemand, Franz Xaver zum Festland zu bringen.
Vor Kummer über die gescheiterte Mission starb er dort am 3.12.1552.

Er ist der Begründer der Jesuitenmissionen und der Bahnbrecher der neueren Missionierung überhaupt. Dabei führte er die Anpassung des Missionars an das fremde Volk durch, indem er dessen Sprache, Religion, Eigenart und Volkstum studierte. Später wurde diese Anpassung als Preisgabe der Glaubenssubstanz mißverstanden und verboten, wodurch der Missionierung in Ostasien bis in die Gegenwart größter Schaden zugefügt wurde.

Großen Wert legte er auf die Erbauung von Schulen, Heranbildung von Einheimischen und Missionionsberichterstattung. Seine Briefe, die 1545 gedruckt wurden, bewogen Tausende zur Nachfolge.

Wird dargestellt:

Darstellung im schwarzen Talar eines Jesuiten, predigend. Mit einem Kreuz in der Hand auf einem Schiff stehend. Inder taufend, Kranke heilend, Tote erweckend. Häufig mit einem Herzen, aus dem Flammen schlagen, an der Brust. Als einsam Sterbender am Strand.

Patron:

Patron von Indien; der Missionare, der Mission und aller katholischen Missionen, besonders derer im Osten; der katholischen Presse; der Seefahrer; gegen Sturm und Pest; für eine gute Sterbestunde, der Seereisenden.