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Namenstag:
06. Januar

Kaspar, Melchior, Balthasar
persisch: "der Schatzmeister", hebräisch: "König des Lichts", hebräisch: "Gott schütze sein Leben"

6. Januar Kaspar (Caspar), Melchior und Balthasar

persönliche Daten:

Die drei heiligen Königen werden seit dem Aufkommen der Legende im 6. Jh. die Sterndeuter aus dem Morgenland genannt, die nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus (2,1-12) von einem Stern zur Krippe in Bethlehem geführt wurden, den Jesusknaben anbeteten und ihm als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe darbrachten. Seit dem 9. Jh. werden diese drei Namen volkstümlich.

Die Reliquien ruhen im Kölner Dom, im Dreikönigsschrein, der als kostbarstes Werk der Rhein-Maas-Kunst nach 1181?1210 unter maßgeblicher Mitwirkung des Nikolaus von Verdun entstanden ist. Bis ins 18. Jh. waren die Reliquien der Hll. Drei Könige Ziel einer der bedeutendsten Wallfahrten des Abendlandes.

Eine offizielle Heiligsprechung hat es für die Heiligen Drei Könige” nie gegeben.
Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die drei Weisen zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die „letzte Reise”, den Tod. Die Namen vieler Gaststätten haben hier ihre Wurzel: „Stern”, „Drei Kronen”, „Mohr” u.a.

Kaspar aus dem Morgenland wird dargestellt als König mit Geschenken, wie sie dem Jesuskind in der Krippe huldigen; meistens einer der Könige von schwarzer Hautfarbe.

Brauchtum:

Schon um 378 wurden Wechselge­sänge zwi­schen Maria und den Ma­giern be­zeugt. Drei­königs­spie­le waren bis in die Neuzeit be­liebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehen­den Stern­singer, die um eine Ga­be bitten und das Haus segnen.
Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen C + M + B, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne das Haus, welcher das Böse abhalten soll. Der Brauch des Sternsingens verlor sich, Schlesienflüchtlinge brachten diesen Brauch nach dem Krieg wieder mit; 1958 wollte man in der katholischen Kirche in Deutschland den Missionsgedanken fördern und beschloss die Wiedereinführung des Sternsingens.

In Spanien bringen die Heiligen Drei Könige - nicht das Christkind - den Kindern die Geschenke. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, Ähnlich wie in Deutschland zu Nikolaus, an anderen Orten werden die Geschenke öffentlich übergeben. Die Kinder schreiben zuvor ihren Wunschzettel an ihren Lieblings-König und werden dann auch von diesem bedacht.

Darstellung:

Könige mit Geschenken, Krone, Stern

Patron:

Stadtpatron von Köln und Patron der Pilger, Reisenden, Kürschner und Spielkartenhersteller, des Gastgewerbes; gegen Zauberei, Epilepsie, Gewitter und Hagel
Wetterregel:

Bauernregeln (für den 6. Januar): „Wie sich das Wetter bis Dreikönig hält, / so ist das nächste Jahr bestellt.”
„Heiligdreikönig sonnig und still, / Winter vor Ostern nicht weichen will.”
„Ist Dreikönig hell und klar, / gibt's viel Wein in diesem Jahr.”
„Dreikönigsabend hell und klar, / verspricht ein gutes Erntejahr.”
„Heilig Drei König ohne Eis / wird Pankratius sicher weiß.”
„Ist bis Dreikönigstag kein Winter, / so kommt auch kein strenger mehr dahinter.”
„Die Heiligen Drei Könige bauen eine Brücke oder brechen ein.”
„Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser.”

 


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