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Namenstag:
06. März

Kunissa v.Dießen
althochdt.: "die Kämpferin für ihre Sippe"

6. März Kunissa von Dießen

persönliche Daten:

Kunissa von Dießen * in Öhningen am Bodensee in Baden-Württemberg
† 6. März 1020 in Andechs in Bayern

Sie war eine Gräfin von Dießen, verlor ihren Mann, der bei einer Wallfahrt ins Heilige Land starb. Die junge Witwe ließ in Dießen die Kirche St. Stephan erbauen und gründete das dazugehörende Kanonissenstift St. Stephan.

Die Legende berichtet, dass Kunissa täglich zur Messe in die Stephanskirche nach Dießen kam und sich dann die Kirchentür jedesmal von selbst öffnete. Einmal sei bei ihrem Kirchgang der zu überquerende Bach so angeschwollen gewesen, dass sie ihn nicht überqueren konnte; deshalb zog sie einen Pfahl aus der Umzäunung eines nahen Grundstücks; als sie dann zur Kirche kam, war die Tür geschlossen; sie erkannte, dies sei des Himmels Strafe, weil sie fremdes Gut angerührt habe, und trug den Pfahl an seinen Platz zurück, worauf sie die Pforte der Kirche wie sonst auch geöffnet fand.

Aus Kunissas Grab in der alten Stephanskirche stammt eine Tonplatte, die sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München befindet, mit der Inschrift: „Kunigund, die Sünderin, Herrin dieses heiligen Ortes, starb während der Erbauung dieser Kirche am 6. März 1020”.

Für "Kunissa" ist auch Kunigund gebräuchlich.

 

 


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