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Namenstag:
19. März

Joseph
hebräisch: "Gott hat hinzugefügt"

19. März, Joseph

persönliche Daten:

Joseph, Bräutigam der Gottesmutter Maria . * in Nazareth in Israel
† um 10 (?)

Er lebte in Nazareth als Zimmermann und verlobte sich dort mit Maria, doch vor ihrer Hochzeit vollzog sich an seiner Braut das Geheimnis der wunderbaren Empfängnis durch die Kraft des hl. Geistes. Als ihr Zustand offenkundig wurde, mußte er die stille Trennung von ihr erwogen haben. Ein Engel klärte ihn auf, worauf Joseph Maria heim führte und fortan mit ihr in jungfräulicher Ehe lebte (Josephsehe).

Nach der Osterwallfahrt mit dem 12-jährigen Jesus nach Jerusalem wird Joseph in den Evangelien nicht mehr erwähnt.

Die Verehrung des hl. Joseph läßt sich im Orient früher als im Abendland nachweisen; hier ist die Erwähnung seines Festes erstmals 850 im Martyrologium von Reichenau feststellbar. Die liturgische und volkstümliche Verehrung wurde besonders von den Franziskanern gefördert.

Der 19. März war seit dem 10. Jahrhundert Gedenktag - festgelegt wohl in der Absicht, das Fest der Minerva, der römischen Göttin der Handwerker, zu ersetzen. Seit 1621 ist der Tag ein Fest im römischen Kalender, nachdem der Josephskult seit dem 14. Jahrhundert besondes von Bettelorden gefördert wurde. Die Habsburger erkoren Joseph zu ihrem Hausheiligen.

Für "Joseph" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Josef, Beppo, Josefine, Fine, Finny, Giuseppe, Joe, José, Josefa, Jupp, Pepi, Peppi, Sepp, Giuseppe, Josip, Jussuf, Pepe, Josepha, Josephine, Josefina, Giuseppa, Pepita

Brauchtum:

Am Josefi-Tag sind besonders in den Alpenländern verschiedene Bräuche bekannt, darunter das Verteilen der "Josefi-Kücherln", eines Schmalzgebäcks. Ín unserm Gau gibts den Josefi-Hoagart der Rottauer Trachtler und Josefi-Feiern mit Starkbier und "Derblecken"in Grassau, Unterwössen und Übersee.

Darstellung:

Darstellung mit Zimmermannswerkzeug. Das Jesuskind tragend, einen Stab mit Lilienblüte in der Hand (Jungfräulichkeit bzw. Keuschheit). Bei der Geburt Jesu im Stall. Auf der Flucht nach Ägypten, den Wanderstab in der Hand, den Esel führend, auf dem Maria mit dem Kind sitzt. In den Armen von Jesus und Maria sterbend.

Patron:

Patron: Schutzpatron der ganzen Kirche (seit 1870); der nach ihm benannten Ordensgenossenschaften, Bruderschaften und Vereine: der Eheleute und der christlichen Familien, der Kinder, Jugendlichen, Jungfrauen, Waisen, Erzieher, Reisenden, Verbannten, Sterbenden; der Arbeiter und Handwerker, Holzhauer, Ingenieure, Pioniere, Tischler, Totengräber, Wagner, Zimmerleute; in Wohnungsnöten, Versuchungen, verzweifelten Situationen (in denen er sich öfters befand), der Keuschheit.

Wetterregel:

„Ist's am Josephstage klar / folget ein fruchtbares Jahr.”
„Ist es klar am Josephstag, / spart er uns viel Not und Plag.”
„Joseph klar, / gibt ein gutes Honigjahr.”
„Ist's am Josefstage schön, / kann's nur gut so weitergehen.
‚Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr.’
‚Wenn's erst einmal Josefi ist, / so endet auch der Winter g'wiss.’
‚Am Josefstag soll der faulste Bauer auf seinem Acker sein.’

 


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