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Namenstag:
08. August

Dominikus (neues Fest)
lat.: "dem Herrn gehörend"

8.  August Dominikus (neues Fest, altes Fest am 4. August)

Persönliche Daten:

Priester, Ordensgründer (* um 1170 bei Burgos/Spanien; † 1221 in Bologna/Italien)

Dominikus, der Gründer des Dominikanerordens, wurde um 1170 als Domingo Guzmán, in Kastilien (Spanien) geboren. Nach einer hervorragenden schulischen Ausbildung ließ er sich - nach langem Suchen nach einem Sinn für sein Leben - zum Priester weihen.
Auf einer Reise nach Rom an der Seite von Bischof Diégo von Azevedo kam er 1206 nach Südfrankreich, wo die Lehren der Albigenser und Waldenser die Einheit der abendländischen Kirche bedrohten. Von der allgemeinen Orientierungslosigkeit und Gehässigkeit abgestoßen, erwachte in dem jungen Priester der Wunsch, hier als Missionar zu vermitteln und den Hass zu besiegen.
Domingo war fest davon überzeugt, dass nicht Gewalt, sondern nur gegenseitige Achtung und das eigene gute Vorbild eine Versöhnung bringen konnten.

Zusammen mit Bischof Diégo gründete er nahe Toulouse eine Missionsstation. Von nun an zogen Dominikus und seine Gefährten Tag für Tag durch die Dörfer und Städte, demütig und einfach, gekleidet wie Bettler. Durch ihr bescheidenes Auftreten und ihre berührenden Predigten schafften es die Brüder, viele "verirrte Schäflein" wieder in den Schoß der Kirche zurückzuführen.
Mit großer Liebe zu den Menschen und einem erstaunlichen Einfühlungsvermögen gelang es dem Missionar aus Spanien, die Herzen der Franzosen zu gewinnen. Die Missionsstation in Südfrankreich wurde zur Keimzelle des Prediger- und Bettelordens der Dominikaner.
Der neue Orden sollte die Kirche gegen alle Angriffe von außen verteidigen und bereits Verlorenes zurückgewinnen. Mit einer kaum vorhersehbaren Geschwindigkeit breitete sich der Predigerorden, der bald auch ein Seelsorgeorden wurde, über ganz Europa aus.
Doch nicht lange durfte Dominikus die Erfolge seiner Gemeinschaft miterleben. Bereits sechs Jahre nach der Ordensgründung starb er 1221 während einer Missionsreise in Bologna (Italien), wo er seine letzte Ruhestätte fand.

Von der großen Liebe des Ordensgründers zu den Mitmenschen, auch zu Andersdenkenden, den sogenannten "Häretikern", die das ganze Handeln des Heiligen bestimmt hatte, war in späterer Zeit beim Vorgehen vieler Dominikaner gegenüber "Ketzern" kaum noch etwas zu bemerken.

Wird dargestellt:

Dominikus Attribute: sind das Kreuz, Buch und Weltkugel, Lilienstengel, Stern auf der Stirn, schwarz-weißer Hund


Patron:

Er ist Patron von Bologna, Madrid und Cordoba; der Schneider; gegen Fieber und Hagel

Wetterregeln:

"Wird's an Dominik sehr heiß, dann bleibt der Winter lange weiß."
"Zu Sankt Dominik wachsen die Rüben dick."
"Hitze an Dominikus, ein strenger Winter kommen muss."
"Ist's heiß zu St. Dominikus / der Winter mit strenger Kälte kommen muss."
"Je mehr Dominikus schürt, / je ärger man im Winter friert."

 


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