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Räumliche Begrenzung und geschichtliche Entwicklung
von Bernhard Greimel, Unterwössen

 


Chiemsee – die letzten Sonnenstrahlen streifen den Hochgern

Romantische Volkskundler wie Hartwig Peetz haben den Namen Chiemgau im 19. Jahrhundert wieder entdeckt und ins allgemeine Bewusstsein zurückgebracht.

Dabei ist das Gebiet des Chiemgaus in seiner räumlichen Ausdehnung nur schwer definierbar.
Heutige Touristiker sehen als Kernbereich die Gemeinden um den Chiemsee an. Im Rahmen der gemeinsamen Fremdenverkehrswerbung werden die Gemeinden um den Waginger See als die östliche Begrenzung angesehen.
Während der Süden wieder klar durch die Chiemgauer Berge mit der Staatsgrenze definiert ist, verläuft die nördliche Grenze zwischen Trostberg und der heutigen Grenze zum Landkreis Mühldorf.
Aus geschichtlicher Sicht sind die Gaue ein vieldeutiger politisch herrschaftlicher Raum, entstanden im frühen Mittelalter. Von der ursprünglichen Einteilung der Gaue im Herzogtum Bayern in der Zeit der Agilolfinger gibt es nur spärliche Hinweise. In einer Karte der Landesausstellung von 1988 war der Chiemgau im Westen vom Sundergau, im Norden vom Isengau, im Osten vom Salzburggau und im Süden vom Pinzgau umgeben. Eine genaue Abgrenzung ist schwer nachvollziehbar, da die Herrschafts- und Einflussbereiche oft wechselten und die Gaue während der Herrschaft der Karolinger, so auch im Chiemgau, sich in Grafschaften aufteilten.

Nach Heinrich Landprecht aus Traunstein gehörte der Chiemgau zu den alten bayerischen Gauen und umfasste allgemein das rings um den Chiemsee sich ausdehnende Gebiet. Er grenzte im Osten an den Salzachgau mit dem Rupertiwinkel, im Norden an den Isengau, im Westen an den Inntalgau und im Süden an den Pinzgau.

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