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Sonntag, 26. August 2007

56 Jahre Gedenken an die Opfer der Kriege

Von: Heinrich Rehberg

Gedenkmesse für die Gefallenen des Chiemgaus auf der Kampenwand

„Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, um den Erhalt des Friedens muss man sich ständig bemühen“, mahnte Pfarrer Hans Holzner bei der Gedenkfeier für die Gefallenen des Chiemgaus auf der Kampenwand, „große Kriege fallen nicht wie Schicksalsschläge vom Himmel, auch sie bauen sich langsam Stück für Stück auf, Konflikte wachsen heran und entzünden sich an einer nebensächlichen Kleinigkeit, hier heißt es rechtzeitig den Kleinigkeiten entgegenzusteuern um große Kriege zu vermeiden. Wer sich um den Frieden im Kleinen bemüht, der bannt das Böse und zieht das Gute an“. Die Gemeinde Übersee richtete in diesem Jahr die Gedenkveranstaltung zu Füßen des Kampenwandkreuzes aus. „Die Kriegervereine des Chiemgaus in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein erfüllen die Kultur des Erinnerns auch über die Generationen hinaus seit Jahrzehnten in vorbildlicher Weise“, so Bürgermeister Franz Gnadl aus Übersee. Das Kreuz auf der Kampenwand sei ein weithin sichtbares Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt und als Mahnung zum Frieden in der Welt.

Zum 56.Mal trafen sich die Veteranen- und Traditionsvereine aus dem Chiemgau zur Gedenkmesse für die gefallenen und vermissten Soldaten der Region. Bei herrlichem Spätsommerwetter kamen über 4000 Gottesdienstbesucher mit der Bergbahn oder wanderten zu Fuß auf die Kampenwand. Fast 100 Fahnenabordnungen aus dem gesamten Chiemgau fanden sich an der Kriegerkapelle oberhalb der Steinlingalm ein. Sie erfüllten damit ihre selbst gesetzten Kameradenpflicht gegenüber den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Der Gartenbauverein Übersee schmückte die Kapelle „Maria - Königin des Friedens“ zu diesem Festtag. Pfarrer i.R. Hans Holzer zelebrierte den Festgottesdienst. Zahlreiche Ehrengäste, darunter die Landtagsabgeordneten Anton Kern, Klaus Stöttner und MdL a.D. Adolf Dinglreiter, die stellvertretenden Landräte von Rosenheim und Traunstein, Bürgermeister Kaspar Öttl aus Aschau und zahlreiche weitere Bürgermeister aus dem ganzen Chiemgau, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Krieger- und Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim Pius Graf, der erste Gauvorstand der Soldatenkameradschaften im Landkreis Traunstein Siegfried Engel, die Kommandeure der Bundeswehr in Traunstein, der stellvertretende Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Bezirk Oberbayern Heinrich Rehberg und die Vorstände der Ortsvereine von Übersee und Aschau waren unter den Gästen.

Gemeinsam legten die beiden Vorsitzenden der Dachverbände der Veteranenvereine aus Traunstein und Rosenheim Siegfried Engel und Pius Graf zu den Klängen des „Liedes vom guten Kameraden“ einen Kranz zum Gedenken an die Gefallenen des Chiemgaus nieder. Musikalisch wurde der Gedenkgottesdienst von der Musikkapelle Übersee umrahmt. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau unter Führung von Hauptmann Totila Meissner schoss den Ehrensalut.

 


 


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