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Montag, 17. Oktober 2016

Die Trachtenvereine sind die Hüter der Tradition in unseren Dörfern

Von: Heinrich Rehberg

Trachtenjahrtag in Wildenwart

„Die Trachtenvereine sind die Hüter der Tradition in unseren Dörfern, wenn die Trachtenvereine mit Männern, Frauen und Kindern im Sommer auswärts bei den Festen unterwegs sind, dann sind unsere Kirchen bei weitem nicht so gut besucht“, lobte Pfarrer Walter Kronast die Treue der beiden Vereine von Wildenwart und Atzing zur Kirche. „Das Gwand der Trachtler und die Musik der Wildenwarter Musikkapelle rundet einen Kirchweihgottesdienst so richtig ab“.

Der Vorstand des Wildenwarter Trachtenvereins Peter Freund hielt seine erste Ansprache am Kriegerdenkmal. „Wir wollen, dass man uns auch in Zukunft so leben lässt, wie wir es wollen, wie es bei uns der Brauch war und immer noch ist. Wenn wir aber nach unseren Regeln so weiterleben wollen, wie bisher, dann können wir es uns künftig nicht mehr leisten, in Entwicklungsländern hergestellte Bekleidung zu Spottpreisen zu kaufen, sondern wir müssen den Erzeugern faire Preise zahlen, von denen sie in ihren Herkunftsländern leben können“. Nur eine gerechte Verteilung schaffe überall Zufriedenheit und geregelte Verhältnisse. Die Menschheit habe aus den Kriegen der Vergangenheit nichts gelernt, es sei notwendig allen die Möglichkeit zu geben, ohne Krieg daheim zu leben und am Wohlstand teilzuhaben.

Zum Gedenken an ihre verstorbenen, gefallenen und vermissten Mitglieder halten die Trachtenvereine von Wildenwart und Atzing alljährlich ihren Gedenktag in der Wildenwarter Christkönigskirche ab. Pfarrer Walter Kronast hielt den Festgottesdienst zum Trachtenjahrtag der Vereine von Wildenwart und Atzing in der vollen Wildenwarter Christkönigskirche, umrahmt von der Musikkapelle Wildenwart und das Libera an der Gedächtniskapelle in Prutdorf.

Mit den Fahnenabordnungen und der Wildenwarter Blaskapelle, unter der Leitung von Sebastian Graf, zogen die beiden Trachtenvereine aus der ehemaligen Wildenwarter Gemeinde zum Kriegerdenkmal in Prutdorf und hielten die Gedenkfeier für die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der Vereine.

Die beiden Vorstände Peter Freund und Anton Hötzelsperger legten gemeinsam unter den Klängen des Lieds vom „Guten Kameraden" und dem Kanonensalut einen Kranz zum Gedenken für alle nieder. Traditionell zogen die beiden Vereine dann gemeinsam mit der Musikkapelle Wildenwart zurück zur Wildenwarter Schlosswirtschaft.