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Sonntag, 05. November 2017

Ein Japaner in Huglfing - Schweinsbraten oder Sushi

Von: Heinrich Rehberg

Die Theatergruppe des Wildenwarter Trachtenvereins spielt in der Schlosswirtschaft

Der Gast aus Japan ist da

Die Wildenwarter Schauspieler

Frühstücksvarianten

Der Gemeinderat tagt und fasst folgende Beschlüsse

Das Fräulein Muckerl vorher

und nachher

Alles muss für daheim festgehalten werden

...auch ein Dirndl im Dirndl

Zwei, die sich verstehen am Haustelefon

„So ein saudummer Besuch, die Mutter kocht Gulasch mit Ananasstückerl und in der Soße findet man Bambussprossen“, Rudi Steißbeiner (Martin Stoib) aus dem schönen Huglfing ist gar nicht begeistert vom bevorstehenden Besuch aus der fernen Partnergemeinde in Japan. Kusimi Takamuschi (Matthias Stoib) soll nach einer zähen Gemeinderatssitzung im Rahmen der Völkerfreundschaft bei der Familie Steißbeiner untergebracht werden und jetzt stehen der Sepp (Andreas Freund) und seine Sophie (Christine Gau) vor einem echten Problem: was sollen sie dem Gast aus dem fernen Land des Lächelns nur bieten? Verträgt ein Japaner einen bayerischen Schweinsbraten oder nicht, wie sitzt man in Japan überhaupt am Tisch und was ziehen die Gastgeber an? Lederhosen oder Kimono? Oder kriegt ein Japaner dann Heimweh und was macht man dann mit ihm?

Bürgermeister Max Bachmaier (Richard Zettl) ist bei diesen weltumspannenden Problemen keine große Hilfe und Gemeinderätin Mathilde Muckerl (Helga Grießer) kennt sich zwar theoretisch bestens aus, aber mit der Praxis hapert es.

So ist es kein Wunder, dass beim Lustspiel „Sayonara Huglfing“, das sich die Theatergruppe des Wildenwarter Trachtenvereins in diesem Jahr ausgesucht hat in kürzester Zeit ein heilloses Durcheinander auf der Bühne herrscht und ernsthafte diplomatische Verwicklungen zwischen dem Bürgermeisteramt von Huglfing und der Regierung von Japan zu erwarten sind.

Bloß gut, dass Theaterleiterin Sylvia Riepertinger alle Fäden gut in der Hand hat und alle Spieler ihre Rollen souverän beherrschen. Souffleuse Sabine Till gab alleine durch ihre Anwesenheit den Spielern den notwendigen Rückhalt.

So zogen alle Akteure wieder ein Feuerwerk von Pointen auf der Bühne der Schlosswirtschaft durch, die Steißbeiner Oma (Rita Stoib) hatte bei jedem ihrer Auftritte die Lacher auf ihrer Seite.

Doch auch die Liebe soll nicht zu kurz kommen: die Gretel beim Wirt (Martina Huber) und der Rudi Steißbeiner wären sich ja schon einig, aber durch den fremden Gast kommt ein Mordsdurcheinander in die Beziehung, da muss die resolute Gretel ihrem Rudi den Kopf ganz gehörig zurechtsetzen. Auch für das späte Mädchen Mathilde Muckerl (Helga Grießer) strahlt mit Hilfe von Bene Schloderer (Stephan Baumgartner) noch einmal die Sonne des Lebens auf und aus dem hässlichen Entlein wird ein strahlender Schwan.

Und so heißt es am Ende in der Schlosswirtschaft schließlich für alle „Sayonara Huglfing“. Letzte Frage: Was hat er den jetzt gegessen der Gast aus Japan: Sushi oder Schweinsbraten? Das sollte sich jeder am besten selber anschauen, aber die letzten beiden Aufführungen sind bereits ausverkauft.