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Freitag, 29. Dezember 2017

Rauhnacht-Hoagascht in Rottau

 

Seit 45 Jahren lädt der Trachtenverein Rottau am Unschuldigen Kindltag zum Rauhnacht-Hoagascht in den Saal des Gasthauses Messerschmied ein. Auch in diesem Jahr kamen die Besucher aus nah und fern. Sie freuten sich auf Altbewährtes: Der Ansager Miche Huber wusste wieder mit Wissenswertem, Nachdenklichem und Humorvollem für gute Stimmung zu sorgen. Die eingeladenen Musik- und Gesangsgruppen begeisterten das Publikum und nach dem gemeinsam gesungenen Andachtsjodler kamen am Schluss noch fünf Perchten und verteilten neben Kletzenbrot auch einzelne Rutenschläge. Während des Programms gab es keinen Ausschank und geklatscht werden durfte nur zweimal; vor der Pause und am Ende. Und das kostete schon Überwindung, wenn man nach einem besonders schönen Musistückl oder Lied nicht klatschen durfte.

Die Besucher, die alle Jahre zum Rauhnacht-Hoagascht kommen, waren gespannt auf die Sprüche und die humorvollen Darstellungen des Sprechers. Von Karl Valentin stammt die Aussage: „ Es is nix so wichtig, dass es morgen net scho wieder wurscht is!“ Die Bedeutung der Musik beschrieb Martin Luther folgendermaßen: Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergisst über sie alle Laster“.

Huber beschrieb die Zeit nach den Wahlen am 24.9.17 „Seit dieser Zeit sinkt die Arbeitslosigkeit, steigt das Wirtschaftswachstum und läuft sogar die Schuldenuhr rückwärts!“ und fragte provokant: „Brauchen wir überhaupt eine neue Regierung?“

Als Vorbild stellte er den Flughafen in Berlin hin, denn er sei der Flughafen mit dem geringsten Schadstoffausstoß weltweit!

Zum Gaufest 2018 in Rottau könne er garantieren, dass nach zweijährigen Erdarbeiten am Festplatz die Maßkrüge im Bierzelt in der Waage stehen. Die Bundesstraße sei von Rottau sowohl nach Grassau als auch nach Bernau neu geteert, dem Gaufest stehe also nichts mehr im Wege.

Für die auftretenden Musik- und Gesangsgruppen hatte Huber eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Die Stibei Buam sind hochmusikalische junge Burschen, die trotz zweier Aushilfen aus dem Pongau, schmissige Musi herzaubern, dabei ist die Begleitung mit der Bassklarinette ein besonderer Ohrenschmaus. Die Mühlstoa Soatnmusi aus Bruckmühl macht eine feine Musi, sie spielt überwiegend Stückl von Tobi Reiser ganz im Stile ihres Vorbildes. Die Aussage des Sprechers „Musik hält jung“ bestätigt Hans Wagner, der als 1. Geiger seit 44 Jahren die Rosenheimer Tanzlmusi leitet. Und noch immer erfreut diese Gruppe mit einer zeitlosen schönen Musik. Schon seit 40 Jahren singen die Frauen aus Brannenburg im Sulzberger Dreigsang zusammen. Mit ihren getragenen Stimmen und selten zu hörenden Liedern wie: „Wann der Mond so schee scheint“ wusste sie sehr zu gefallen. Erst seit zwei Jahren singt der Dreiwinkl Gsang zusammen. Die beiden Frauen kommen aus dem Inntal beziehungsweise Berchtesgaden, der Mann aus dem Rupertiwinkl. Mit ihren kräftigen und klaren Stimmen und einem raren Liedgut, besonders mit dem abschließenden Jodler nach dem Lied „Oh Wunder über Wunder“ begeisterten sie das Publikum.

 


 


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