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Samstag, 29. Dezember 2018

Rauhnacht Hoagascht in Rottau

 

Sei 1973 treffen sich Volksmusikfreunde aus nah und fern am Unschuldigen Kindltag, 28. Dezember, bei der Krippe im Messerschmiedsaal in Rottau zum Rauhnacht-Hoagascht des Trachtenvereins. Der Saal war immer voll und die Besucher bekommen stets gute Musik- und Gesangsgruppen zu hören. All die Jahre erzählte der Ansager Wissenswertes zur Weihnachtszeit und sorgte dafür, dass es immer etwas zum Lachen gab. Was hat sich in dieser Zeit beim Rauhnacht-Hoagascht geändert? Nicht viel! Viele Jahre war der „Glasei“ (Sepp Huber) Ansager und Organisator dieser Veranstaltung, jetzt erledigt diese Aufgabe der Glaserer Miche (Miche Huber), sein Sohn. Auch die Zahl der Perchten, die nach dem Programm Kletzenbrot verteilen, hat sich geändert. Am Anfang waren es zwei, jetzt sind es fünf.

Vorständin Lisi Hilger begrüßte unter den Anwesenden besonders Ehrenmitglied Pfarrer Simon Mösenlechner und den Ehrenvorstand Felix Uth, der den Kartenvorverkauf organisiert hatte. Für das kommende Jahr kündigte sie zwei besondere Veranstaltungen an. Am Faschingssamstag spielt beim „Boarischen Fasching“ der Ebbser Kaiserklang und an Mariä Himmelfahrt, 15. August, tritt beim 50. Mostfest „Der Harte Kern“ auf. Beide Musikgruppen waren heuer beim Gaufest in Rottau dabei.

Mit dem Gedicht „Wenn i da Josef waar“ von Max Faistauer stimmte der Ansager auf die Weihnachtszeit ein. Er stellte die einzelnen Gruppen vor und führte durch das Programm. Aus dem Jahre 1883 trug er das Neujahrsgebet von St. Lamberti des Pfarrers Hermann Kappen aus Münster vor. Diese Zeilen sind heute aktueller denn je. Lustig war, wie alle Jahre, der Jahresrückblick. Die Lacher auf seiner Seite hatte er bei seiner Antwort auf die Frage: „Was haben der Mars und der Berliner Flughafen gemeinsam?“, die da lautete: „In 30 Jahren sollen dort die ersten Menschen landen!“

Eine äußerst ungewöhnliche Besetzung in der Volksmusik mit Bratsche und Akkordeon bot das Duo Stadler-Gawlik. Die bestens aufeinander abgestimmten Musikstücke, mit viel Gespür vorgetragen, faszinierten die Zuhörer. Neben Eigenkompositionen spielten sie auch den Haslauer Boarischen vom kürzlich verstorbenen Wolfi Neumüller. Die Gröbenbachmusi, geleitet von Heinz Neumaier aus Dachau auf der Melodiegitarre, bot mit Zither, Bassgeige und Begleitgitarre eine sehr feine Musi. Ihre hohe Musikalität bewiesen sie beim Begleiten der beiden Gesangsgruppen.

Die Rottauer Tanzlmusi trat beim Rauhnacht-Hoagascht erstmals in neuer Besetzung mit lauter Rottauern auf. Der Kern mit Anderl Hilger, Miche Mayer und Peter Schmid blieb, Ziach spielt jetzt Flori Kreppert statt Max Demel, Thomas Schmid anstelle von Klaus Auer und Simmerl Huber ersetzt Hans Schmid bei der Klarinette. So führen sie die Tradition von Tanzlmusi-Gruppen fort, die 1965 mit den „Schuster Buam“ begann. Der Inhofer Dreigsang, eine gemischte Gruppe mit zwei Frauen und einem Mann, wusste mit ihren glasklaren Stimmen und den schönen Liedern und Jodlern sehr zu gefallen. Mit dem raren Lied „Griaß die Gott, Herr Melchior“ beendeten die Starnberger Fischerbuam, vier gstandne Mannsbilder, mit ihren kräftigen Stimmen die Reise durch die zwölf Rauhnächte.

Auch beim 46. Rauhnacht-Hoagascht im Messerschmiedsaal in Rottau beschloss der Andachtsjodler das Programm, angestimmt vom Inhofer Dreigsang, wiederholt von allen Sängern und Musikanten und schließlich mitgesungen von alle Zuhörern. Danach zogen die Perchten in ihren prächtigen Masken lärmend durch den Saal und verteilten Kletzenbrot.

 


 


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