Kletznbrot

von Anita Moka am 9. Dezember 2020

Kletznbrot

von Anita Moka am

Schriftgröße: A A A

Nachtmodus:

Zuletzt geändert: 06.12.2020

Bir­nen oder Klet­zen

Span­nen­lan­ger Hansl, nudel­di­cke Dirn

geh ma in den Gar­ten, schüt­teln wir de Birn,

schüt­tel ich die Gro­ßen,

schüt­telst du die Klei­nen,

wenn das Sackerl voll ist,

geh ma wie­der Heim.

(Volks­wei­se)

*********************************************************************************************************************************************So und nun haben wir die Bir­nen daheim, was tun?

Getrock­ne­te Bir­nen, die Klet­zen wer­den u.a. für das wohl ältes­te Weih­nachts­ge­bäck, dem Klet­zen­brot ver­wen­det.

Frü­her wur­de es am Andre­as Tag, dem 30.November geba­cken. Der Duft durch­ström­te das gan­ze Haus und war eine Ein­stim­mung auf den Advent, auf die staa­de Zeit. Außer­dem  hat­te es dann gera­de die rich­ti­ge Zeit zum Rei­fen und Durch­zie­hen, bis es  am Hl. Abend bzw. am Ste­pha­nietag ange­schnit­ten wur­de.

Dick mit But­ter bestri­chen war und ist es ein Gau­men­schmaus für Jung und Alt. Ich erin­ne­re mich noch an mei­ne Groß­el­tern, die, weil die Zäh­ne nicht mehr so gut waren, die dick mit But­ter bestri­che­nen Klet­zen­brot­schei­ben in den Kaf­fee ein­tunk­ten, weil sie dann bes­ser „rutschten“(5).

Die Fett­au­gen, die auf der Kaf­fee­sup­pen, wie man frü­her sag­te geschwom­men sind waren  optisch nicht gera­de schön anzu­schaun,  aber „ Guad wars „! 

Text: Anja Voit Fotos: Micha Nay­der