Namenstage 16.10.

Hedwig v.Andechs

16. Oktober Hedwig von Andechs

Persönliche Daten:

Hedwig von Schlesien (Andechs) . * 1174, + 15.10.1243.

Sie wurde in Andechs als Tochter des Grafen Bertholt VI geboren und ist eine Tante der hl. Elisabeth von Thüringen.

Mit 13 Jahren wurde sie mit Herzog Heinrich I von Schlesien vermählt. Sie wirkte als vorbildliche Mutter von 7 Kindern und war mit Klugheit, Weitblick und Organisationstalent begabt. Sie unterstütze ihren Gatten bei der Vertiefung des religiösen Lebens in ihrem Land.

Unter anderem gründete sie das Zisterzieserinnenkloster Trebnitz bei Breslau, wohin sie sich nach dem Tod ihres Gatten zurückzog.

Einige Reliquien von ihr befinden sich in Andechs, wohin sich Wallfahrten besonders nach dem 2. Weltkrieg entwickelten.

Darstellung:

Darstellung als Herzogin mit Kirchenmodell, als Zisterzienserin mit Herzogskrone und Herzogsmantel. Vor einem Kreuz betend, wobei Christus die eine Hand vom Kreuz löst und sie segnet. Dient Armen und Kranken. Trägt ein Bild oder eine Statue Mariens mit dem Jesukind. Auch barfuß, die Schuhe aus Demut in der Hand tragend.

Patron:

Patronin von Berlin, Schlesien, Polen, Krakau, Trebnitz, der Brautleute (sie half Mädchen in den Ehestand und schenkte ihnen eine genügende Aussteuer).

Wetterregel:

"An Hedwig bricht der Wetterlauf / dann hört das gute Wetter auf."
"Die Hedwig und der Galle, die machen das schöne Wetter alle."
"Hedwige / gibt Zucker in die Rübe."

Gallus

16.  Oktober  Gallus

Persönliche Daten:

Gallus * um 550, + 16.10. um 645.

Er stammte aus Irland und war Mönch in einem Kloster in der Nähe von Belfast/Nordirland.

Um 590 ging er mit dem hl. Kolumban auf Missionsreise ins Frankenreich, wo sie über Luxeuil (Nordostfrankreich) und Metz (Lothringen) nach Zürich zogen. Vom Zürichsee flohen sie nach Bregenz am Bodensee, wo sie die wieder ins Heidentum zurückgefallenen Einwohner missionierten. Sie wurden nach 3 Jahren auch von hier wieder vertrieben.

Er erbaute sich an dem Platz, an dem heute die Stadt St. Gallen steht, eine Einsiedelei. 614/15 trug man ihm die Bischofswürde von Konstanz an und 625 wählten ihn die Mönche von Luxeuil zum Abt. Er lehnte beides ab. Aus den letzten 20 Jahren seines Lebens weiß man fast nichts mehr.

Er starb im Alter von 95 Jahren und wurde in seiner Klause begraben, aus der sich das bedeutende Kloster St. Gallen entwickelte.

Darstellung:

Darstellung mit Pilgerstab und Brot. Mit einem Bären, der ihm Holz bringt. Als Einsiedler mit einfachem Kreuz.

Patron:

Patron des Bistums, Kantons und der Stadt St. Gallen; der Gänse und Hühner (wegen der Worgleichheit lateinisch gallus = Hahn, gallina = Henne).

Wetterregel:

Bis St. Gallus müssen alle Früchte, die im Frühjahr Samen bringen sollen, aus dem Garten in den Keller.
"Hedwig und St. Gall' / machen das schöne Wetter all."
"Die Hedwig und der Galle, die machen das schöne Wetter alle."
"Viel Regen zu Gallus - Regen bis Weihnachten."
"Wenn St. Gallus Regen fällt, / der Regen sich bis Weihnacht hält."
"Mit St. Hedwig und St. Gall' / schweigt der Vögel Sang und Schall."
"Auf St. Gallen' Tag / muss jeder Apfel in sein' Sack."
"Auf St. Gallus-Tag / nichts mehr draußen bleiben mag."
"Auf St. Gall / bleibt die Kuh im Stall."
"St. Gallen / lässt Äpfel und Schnee fallen."
Trocken am St. Gallus-Tag, verkündet einen trockenen Sommer.
"Tritt St. Gallus trocken auf, / folgt ein nasser Sommer drauf."
"Gießt Gallus wie aus einem Fass, / ist der nächste Sommer nass."
"Ist St. Gallus nicht trocken, / folgt ein Sommer mit nassen Socken."
"Wenn Gallus kommt hau' ab den Kohl, / er schmeckt im Winter trefflich wohl."

Margareta M.Alacoque

16.  Oktober Margareta Maria Alacoque

Persönliche Daten:

Margareta Maria Alacoque * 22.7.1647, + 16.10.1690.

Sie war Tochter eines königlichen Notars und Richters. Mit 10 Jahren erkrankte sie an einer schweren Kinderlähmung, von der sie 4 Jahre später auf unerklärliche Weise geheilt wurde.

1667 entschloß sie sich auf Grund einer Offenbarung zum Ordensleben, was auf heftigen Widerstand ihrer Familie stieß. 1671 trat sie in das Kloster der Salesianerinnen in Paray-le-Monial ein. Nach weiteren Visionen und ekstatischen Zuständen hielten es ihre Obern für richtig, sie jahrelangen harten Prüfungen und Demütigungen auszusetzen.

1675 erhielt sie nach einer weiteren Vision den Auftrag, für die Einführung des "Herz-Jesu-Festes" zu wirken. Sie hatte in den folgenden Jahren ein sehr gespanntes Verhältnis zu ihrem Orden.

1681 erschien ein Buch mit den Offenbarungen Margaretas, das viel zur Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung beitrug.

Darstellung:

Margareta Maria Alacoque wird dargestellt in der Tracht der Salesianerinnen, Christus erscheint ihr, sein offenes Herz zeigend.