Gaufest 2025 in der Feldwies

von Michaela Stein am 10. August 2025

Ein Gaufest und vie­le wich­ti­ge Zelte

Zum 87. Gaufest des Chiem­gau Alpen­ver­ban­des durf­ten die Feld­wie­ser Tracht­ler als Aus­rich­ter ihre zahl­rei­chen Gäs­te zu neun Ver­an­stal­tun­gen begrü­ßen: Gau­dirndl­dr­ahn, Gau­hei­mat­abend, Gaufest­sonn­tag, Tanz­fest und Gau­preis­plat­teln sind jedes Jahr fes­te Pro­gramm­punk­te im Rah­men der Gaufest­wo­che, die orga­ni­siert wer­den müs­sen. Auch für den Bier­an­stich, den Ufer­los-Abend, das Leucht­turm­festl und die Feld­wie­ser Roas hat­te der Fest­aus­schuss in den letz­ten bei­den Jah­ren alles vorbereitet.

Gefei­ert wur­de die­ses Jahr aus­schließ­lich in den auf­ge­bau­ten Zel­ten, da drau­ßen der Regen Urlaub in der Feld­wies machte.

Im immer sehr gut besuch­ten Fest­zelt, das auf der Wie­se von Fami­lie Agnes und Sepp Utz­mei­er ste­hen durf­te, herrsch­te wäh­rend der gan­zen Zeit eine her­vor­ra­gen­de Stim­mung: gut gelaun­te Gäs­te, her­vor­ra­gen­de Ton- und Licht­qua­li­tät von Ben­ja­min Stad­lee, süf­fi­ges Bier vom Hof­bräu­haus Traun­stein (ein­ge­schenkt vom ein­ge­spiel­ten Fami­lie Sem­mel­may­er-Team), gschma­cki­ge Spei­sen vom Fest­wirt Kir­ner und zacki­ge Bedie­nun­gen um Resi und Manue­la Bartl lie­ßen das gro­ße Fest­zelt den gan­zen Tag über leben. Das Vor­dach und der Ein­gangs­be­reich waren zudem ein belieb­ter Treff­punkt für alle Gene­ra­tio­nen. Beson­ders beim Steh­emp­fang und dem Toten­ge­den­ken konn­te hier geschützt zusam­men­ge­fun­den wer­den. Mit der Über­seer Blas­mu­sik als Fest­mu­sik sowie Alpen­so­und, der Saus­toimu­sik, der Fras­dor­fer Gei­gen­mu­si, dem Vie­rer­blech, dem Post­amt­trio und vie­len ande­ren war für jeden musi­ka­li­schen Tracht­ler­ge­schmack etwas dabei und demen­spre­chend wur­de getanzt und immer wie­der zum Pro­sit angesetzt.

Unser Licht- und Ton­tech­ni­ker wur­de schnell zum Feldwieser!

Auch im Bar­zelt, dass zur spä­te­ren Stun­de geöff­net war, wur­de aus­gie­big gefei­ert und unterm Steg so man­ches Bar­ge­tränk genos­sen, wäh­rend auf der Bar­büh­ne jeden Abend eine schmis­si­ge Musik für Stim­mung sorg­te. Die Akti­ven des Ver­eins schlos­sen zum frü­hen Mor­gen die Zel­te ab und bewach­ten alles zuverlässig.

Im Kaf­fee- und Kuchen-Zelt der Röcki­frau­en, das eben­so wie alle ande­ren Berei­che mit der Deko­ra­ti­on in See-Stim­mung ver­setz­te, wur­den vie­le wun­der­ba­re Kuchen abge­ge­ben und wie der Eis­kaf­fee mit gro­ßer Freu­de im gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein genossen.

Rück­zug­be­rei­che waren die Hel­fer­zel­te an Bar, Kaf­fee und Kuchen und v.a. an der Logis­tik­stra­ße. Hier tra­fen sich die vie­le Mit­wir­ken­den zu den wich­ti­gen, außer­ge­wöhn­lich gut vor­be­rei­te­ten, gemein­sa­men Mahl­zei­ten, zum Ener­gie tan­ken und Besprechen.

So mach­te z.B. die Wet­ter­si­tua­ti­on Ent­schei­dun­gen nötig, die im Vor­feld so nicht vor­her­zu­se­hen waren und geklärt wer­den muss­ten. Es konn­ten weder Park­plät­ze noch Auf­stell­flä­chen für den Fest­sonn­tag genutzt wer­den. Und hier zeig­te sich auch nach außen der unglaub­li­che Zusam­men­halt der Tracht­ler, ihrer Freun­de und des Ortes: ein Shut­tle-Ser­vice wur­de ein­ge­rich­tet und es fan­den sich inner­halb kür­zes­ter Zeit nicht nur Fah­rer, son­dern auch Autos. Schon beim Auf­bau der nöti­gen Infra­struk­tur für ein sol­ches Fest waren vie­le Hel­fer gekom­men, die u.a. uner­müd­lich gemein­sam mit Zelt­meis­ter Eber­hard ein Dach über ins­ge­samt 4000 m² Fest­wie­se errich­te­ten, Böden ver­leg­ten und Mate­ri­al­fahr­ten unter­nah­men. Es wur­de vorm Bier­an­stich sehr viel gescherzt und auch am letz­ten, 4. Tag des Abbaus, als die Son­ne ein Zusam­men­sit­zen unter frei­em Him­mel erlaub­te, ließ man Geschich­ten Revue pas­sie­ren, lach­te herz­lich und so man­cher war weh­mü­tig ob des Endes des Gaufes­tes nach 4 Wochen inten­si­ver gemein­sa­mer Zeit.

All die Unter­stüt­zung mach­te das Fest zu etwas ganz Beson­de­rem: der gan­ze Ort hat­te gezeigt, dass man gemein­sam arbei­ten und fei­ern kann. Jeder durf­te spü­ren, dass nur ein Gemein­sam in all den Auf­ga­ben das Gan­ze ent­ste­hen lässt: ob Früh­stück für die Zelt­rei­ni­ger, gemein­sa­mes Pflas­ter­ver­le­gen, ein lie­be­voll geführ­tes Fund­bü­ro, täg­lich neu aus­ge­rich­te­te und num­me­rier­te Tische oder ein „Was kann ich tun?“ — Die Feld­wie­ser haben ein­drucks­voll gezeigt, wie Tra­di­ti­on, ein star­kes Mit­ein­an­der und leben­di­ges Brauch­tum umge­setzt wer­den kann.

Belohnt wur­de der GTEV „Chiem­gau“ Feld­wies mit einem groß­ar­ti­gen Fest­sonn­tag: Schon am Abend zuvor hat­te man ent­schie­den den Fest­got­tes­dienst nicht auf der vor­be­rei­te­ten Wie­se, son­dern im Zelt und somit im Trock­nen zu fei­ern und so waren schon zum frü­hen Vor­mit­tag vie­le Tracht­ler im Zelt anzu­tref­fen, die sich auf den Got­tes­dienst mit Pfar­rer Roider und Dia­kon Jung freu­ten. Der pracht­vol­le Fest­zug am Nach­mit­tag, der in der ein­zi­gen Son­nen­lü­cke der Gaufest­zeit statt­fin­den konn­te und bei dem fast 4000 Tracht­ler, Musi­kan­ten und Orts­ver­ei­ne mit­mar­schier­ten, begeis­ter­te und berühr­te die vie­len Zuschau­er und Mitwirkenden.

Der zwei­te Sams­tag­abend war mit der Feld­wie­ser Roas der emo­tio­na­le Höhe­punkt. Ste­fan Erd­mann hat­te gemein­sam mit dem Trach­ten­ver­ein einen Film insze­niert, der mit­ge­stal­tet wur­de von Live-Auf­trit­ten aller Feld­wie­ser Grup­pie­run­gen und in einer gemein­sa­men Büh­nen­prä­senz mit allen abschloss. Gezeigt und mit­er­lebt wur­den Hei­mat­ge­füh­le, die in die Welt getra­gen wer­den und mit der Feld­wies verbinden.

Ein Dan­ke­schön von Her­zen geht an alle, die die Feld­wie­ser unter­stütz­ten: mit Tat­kraft, Zeit, Mate­ri­al, Ver­pfle­gung oder finan­zi­el­ler Zuwen­dung. Ganz beson­ders möch­te der Fest­ver­ein sich bei den Groß­el­tern bedan­ken, die auf die Enkel­kin­der daheim auf­pass­ten, wäh­rend die mitt­le­re Gene­ra­ti­on hel­fen und fei­ern durf­te! Es war eine unglaub­lich scheene Zeit mit gua­de Leid!