Gedan­ken zum Ehrenamt

von Theresa Fritzenwenger am 18. Januar 2026

Das Ehren­amt – war­um die Ehre im Amt zur Bür­de wurde

Um so a Ehren­amt zum defi­ni­ern, muasd zeaschd de Sach an sich kapiern.

A Ehren­amt – wos soi des sei? Ja de zwoa Wör­ter song’s doch glei!

A Ehr‘, des is a Sach mit Wert und de an jedn Menschn ghead.

Du konnsd as gem, du konnsd as nem­ma, ebban bei da Ehr‘ bag­ga und los­sn vokemma.

A Amt – des is laut Defi­ni­ti­on a Auf­gab für a bestimm­te Person,

a offi­zi­el­le Stell‘ mit­samt sei­ne Pflich­ten, a Deanst den wo ma duad verrichten.

Des Ehren­amt – a Amt mir Ehr‘ doch wo kimmd dabei des fade her?

Es gibt koa Geld, es gibt koan Lohn, des is ja woi da blan­ke Hohn!

A Dank­scheen ko ma säidn hern um des Wör­terl duad sie koa­na scher’n.

Grod für de Andern doa und nix für mi? Wo kamad ma denn do na hi?

Zum Wohl der Gemein­schaft grod wos schaffn und dafia am bestn no weni­ger schlaffn?

Seit de Ehr‘ aus dem Amt is ver­schwun­den, zählt das Ehren­amt sei­ne letz­ten Stunden.

Mia olle brauch­ans, doch koa­na mechts macha und dia wo’s doch doan, kinnan sie los­sn auslacha.

Drum Leid denkt’s noch und seit’s ned bläd wo warn ma wenn jäda so a Auf­fas­sung hätt?

Des Feia, des dad uns dann ganz schnell aus­geh, bevor ma’s wei­d­a­gem kunntn, des waar ned schee!

Denn mi’m Feia do spuit ma ned, kosd a jeds Kind frong, sunst kim’ma scho boid insa Aschn vodrong.

A Kin­der­lacha voia Freid, de z’friena Gsich­ta von de Leid a Lob und sei’s a no so kloa für dein Ein­satz und dei Doa

des is woi da scheens­de Lohn, den ma auf da Welt griang kon.

Unsa Mid­anand gäits zum dahoitn, des gschenk­te Erbe zum vawoitn

Drum häiff ma zamm, dass koan vageht und des Ehren­amt no lang besteht.

Mar­ti­na Huber

Dan­ke Mar­ti­na und Chris­ti­ne für eich­ane Arbeit im Gau­aus­schuss. Du host uns mit dei­ner Arbeit und Art sehr berreichert!