Pas­si­ons­spiel „Für ein paar Silberlinge“

von Theresa Fritzenwenger am 3. April 2026

Ein­drucks­vol­le Pre­mie­re des Pas­si­ons­spiels „Für ein paar Sil­ber­lin­ge“ in Mar­quart­stein – Bei­trag zu 100 Jah­re Chiemgau-Alpenverband

Marquartstein/Chiemgau/München (hö) –  Wohl vor­be­rei­tet und gut ein­stu­diert hat sich der Chiem­gau-Alpen­ver­band für Tracht und Sit­te zum drit­ten­mal nach 2016 und 2018 und als Bei­trag zum heu­ri­gen 100. Geburts­tag an das Pas­si­ons­spiel „Für ein paar Sil­ber­lin­ge“ nach dem Buch von Josef Kriech­ham­mer her­an­ge­wagt. Die Pre­mie­ren­auf­füh­rung in der Katho­li­schen Pfarr­kir­che „Zum Hei­li­gen Blut“ in Mar­quart­stein, dem Grün­dungs- und heu­ri­gem Gaufest­ort des Tracht­ler-Dach­ver­ban­des war rest­los ausverkauft.

„Sei­en wir nicht nur Zuschau­er, son­dern öff­nen wir unse­re Her­zen für das Stück zum Lei­den, Ster­ben und Auf­er­ste­hen von Jesus Chris­tus. Dann kann mit dem Palm­sonn­tag die kost­bars­te Zeit des Kir­chen­jah­res begin­nen. Der heu­ti­ge Abend und die wei­te­ren Pas­si­ons-Auf­füh­run­gen sind eine Ouver­tü­re für die Kar- und Oster­zeit und ein segens­rei­cher Bei­trag zum Jubi­lä­ums­jahr der Chiem­gau­er Tracht­ler“ – so Pfar­rer Andre­as Horn, dem Lei­ter des Pfarr­ver­ban­des Gras­sau mit sei­nen Will­kom­mens­ge­dan­ken. Sein beson­de­rer Gruß galt dem Text-Autoren Josef Kriech­ham­mer, dem Lan­des­vor­sit­zen­den des Baye­ri­schen Trach­ten­ver­ban­des Gün­ter Frey, dem Ehren­vor­sit­zen­den des Gau­ver­ban­des 1 Peter Eicher sowie Gau­vor­stand Tho­mas Hiendl vom Chiem­gau-Alpen­ver­band mit sei­ner gesam­ten im Ein­satz befind­li­chen Gauvorstandschaft.

Der Frie­den als Meis­ter­werk der Ver­nunft (frei nach Imma­nu­el Kant) und die bedin­gungs­lo­se Lie­be als Schlüs­sel zum Frie­den im Klei­nen wie im Gro­ßen stan­den im Mit­tel­punkt der Bot­schaft des Lei­dens Chris­ti in den ver­schie­de­nen Mono- und Dia­lo­gen auf den bei­den vor dem Altar auf­ge­bau­ten Büh­nen­ele­men­ten. Dabei tra­ten als ver­sier­te und text­si­che­re Dar­stel­ler Anja Voit aus Ober­wös­sen (als Maria Mag­da­le­na), Sebas­ti­an Bau­er aus Fras­dorf (Pon­ti­us Pila­tus), Leni Bau­er aus Sach­rang (Frau von Pila­tus), Sepp Spie­gel­ber­ger aus Wil­den­wart (Judas Ischa­ri­ot), Mat­thi­as Stoib aus Wil­den­wart (Jün­ger Johan­nes), Otto Zai­ser aus Schleching (Simon Petrus) und Mar­ti­na Huber aus Wil­den­wart (Magd) auf. Für eine fei­ne und gut auf­ein­an­der abge­stimm­te musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­ten die Lau­ben­s­tei­ner Blä­ser, der Ham­ber­ger Vier­ge­sang, Akkor­de­on­spie­ler Hans Wies­hol­zer und die Quartl-Gei­gen­mu­si. Deren Abschluss­wei­se „O Haupt voll Blut und Wun­den“ wur­de in der zwei­ten Stro­phe zum gemein­sa­men Mit­sin­gen ange­bo­ten ehe sich die gro­ße Besu­cher­schar ohne Applaus, mit vie­len Gedan­ken und äußerst dank­bar für einen be- und ergrei­fen­den Abend auf den Nach­hau­se­weg machte.

Zum Gelin­gen des Pas­si­ons­spiels „Für ein paar Sil­ber­lin­ge“, des­sen Titel auf die Geschäf­te­ma­che­rei­en im Tem­pel und auf des­sen Räu­mung durch Jesus erin­ner­ten, sorg­ten neben Autor Josef Kriech­ham­mer als Regis­seur Lam­bert Huber und als Gesamt- und Musik­lei­ter Andre­as Hil­ger. Ein wei­te­rer Dank für die Unter­stüt­zung bei Pro­ben, Vor­be­rei­tung und Auf­füh­rung galt aus den Rei­hen des Chiem­gau-Alpen­ver­ban­des Mari­an­ne Fischer, Micha Nay­der, Moni­ka Hiendl und Lisi Hil­ger sowie der Kir­chen­ge­mein­de von Mar­quart­stein. Einen wei­te­ren Anteil an der rund­um gelun­ge­nen Pre­mie­re hat­ten auch die per­fek­te Ton-Tech­nik und die gute Akus­tik in der Kirche.

Fotos aus Mar­quar­stein und den eben­so her­vor­ra­gend besuch­ten Kir­chen Ame­rang und München