Die Feld­wie­ser beim Ötzi

von Michaela Berg am 29. Oktober 2019

Die Feld­wie­ser beim Ötzi

von Michaela Berg am

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Zuletzt geändert: 29.10.2019

Um dem ereig­nis­rei­chen Trach­ten­ver­eins­jahr 2019 einen gebüh­ren­den Abschluss zu geben, setz­ten wir uns, von Jung bis Alt, in den Bus mit Ziel Süd­ti­rol.

Bei strah­len­dem Son­nen­schein und blau­en Him­mel fuh­ren wir über den Bren­ner und steu­er­ten das ers­te von sie­ben Zie­len, die Stadt Bri­xen an. Dort sahen sich eini­ge von uns das Augus­ti­ner Chor­her­ren­stift Klos­ter Neu­stift an, wäh­rend die Rest­li­chen der Grup­pe die Bri­xe­ner Alt­stadt und den bekann­ten Dom zu Bri­xen bewun­der­ten.

Sehr erstaunt waren eini­ge von uns, als sie in Bozen das Özi­mu­se­um mit den inter­es­san­ten archäo­lo­gi­schen Fun­den und den roman­ti­schen Gas­sen von Bozen besich­tig­ten.

Getreu unse­rem ers­ten Tages­mot­to „Süd­ti­ro­ler Lan­des- und Wein­kul­tur“ besich­tig­ten wir am Spät­nach­mit­tag eine Wein­kel­le­rei in Auer, die schon in der sieb­ten Genera­ti­on in Fami­li­en­be­sitz ist. Cle­mens Waltha­ler führ­te uns stolz durch sei­nen Wein­berg und anschlie­ßend in sei­ne Kel­le­rei, in der wir fünf sei­ner beson­de­ren Wei­ne kos­ten und genie­ßen durf­ten.

Den Abend ver­brach­ten wir in dem bekann­ten G‘würzkeller in Tra­min, bei Süd­ti­ro­ler Schman­kerln und her­vor­ra­gen­den Wei­nen des Hau­ses. So dau­er­te es nicht lan­ge, bis die Älte­ren von uns altes stim­mungs­vol­les Lied­gut an die Jun­gen wei­ter­ga­ben. Wor­auf die Jun­gen spon­tan mit selbst­ge­dich­te­ten Lie­dern stim­mungs­voll kon­ter­ten und über­rasch­ten. Da wir im „tie­fen Kel­ler“ des Hau­ses unter uns waren, brach­te jeder das vor, was er sel­ber ger­ne zu die­sem schö­nen und lus­ti­gen Abend bei­tra­gen woll­te. Ein musi­ka­li­scher Abend für alle Genera­tio­nen!

Der zwei­te Tag, der unter dem Mot­to „die Berg­welt“ stand, star­te­ten wir im Mess­ner Moun­tain Muse­um Fir­min auf Schloß Sieg­munds­kron in Bozen. Ein Ort der Bewun­de­rung, Ehr­furcht und Berg­be­geis­te­rung ver­eint und uns alle zutiefst beein­druck­te.

Mit Rich­tung Osten steu­er­ten wir durch das male­ri­sche Gröd­ner­tal, in dem wir eini­ge der wun­der­ba­ren Schnit­ze­rei­en bewun­der­ten, auf die Dolo­mi­ten zu. Die­ses gigan­ti­sche Berg­mas­siv rag­te vor uns in den strah­lend blau­en Him­mel und bescher­te uns eine traum­haf­te Kulis­se auf den Weg zurück in unse­re Hei­mat. Als wir nach dem Tau­ern­tun­nel uns über den Passthurn der baye­ri­schen Lan­des­gren­ze näher­ten, stimm­ten wir tra­di­tio­nell unser „Feld­wie­ser Lied“ an.

Nach zwei wun­der­ba­ren und lus­ti­gen Tagen im schö­nen Süd­ti­rol freu­ten wir uns den­noch wie­der in unse­rer Hei­mat, der Feld­wies, gut ange­kom­men zu sein.

Text: Mar­ti­na Hei­gen­hau­ser Fotos: Mit­rei­sen­de