Trach­ten- und Schüt­zen­zug in München

von Theresa Fritzenwenger am 23. September 2026

Zum 100. Geburts­tag: Chiem­gau-Alpen­ver­band beim Trach­ten- und Schützen-Festzug

Chiemgau/München (hö) — Ein beson­de­rer Aus­flug führ­te die Trach­ten­ver­ei­ne des Chiem­gau-Alpen­ver­ban­des am ers­ten Fest­sonn­tag des Münch­ner Okto­ber­fes­tes zum tra­di­tio­nel­len Trach­ten- und Schüt­zen­zug. Mehr als 400 Tracht­le­rin­nen und Tracht­ler aus den Ver­ei­nen des Gaus nah­men in die­sem Jahr an dem fast sie­ben Kilo­me­ter lan­gen Umzug durch die Münch­ner Innen­stadt teil. Anlass für die Betei­li­gung war das 100-jäh­ri­ge Bestehen des Chiem­gau-Alpen­ver­ban­des, wes­halb der Gau vom Festring Mün­chen mit einer grö­ße­ren Anzahl an Teil­neh­mern zur Teil­nah­me ein­ge­la­den wor­den war.

Der Trach­ten- und Schüt­zen­zug gehört seit vie­len Jahr­zehn­ten zu den fes­ten Höhe­punk­ten des Okto­ber­fes­tes. Seit 1950 fin­det der Umzug tra­di­tio­nell am ers­ten Fest­sonn­tag statt. Dabei sind neben den baye­ri­schen Tracht­lern und Schüt­zen auch Teil­neh­mer aus ande­ren Regio­nen und euro­päi­schen Län­dern ver­tre­ten. Für die Anrei­se ging es für die Chiem­gau­er Tracht­ler mit Zug und Bus nach Mün­chen. Treff­punkt für sie war die Steins­dorf­stra­ße, wo die Auf­stel­lung für den Umzug erfolg­te. Jeder Ver­ein hat­te dabei ein Kon­tin­gent von 17 Teil­neh­mern, ins­ge­samt kamen so mehr als 400 Tracht­ler aus dem Ver­bands­ge­biet zusam­men. Als Zug 46 setz­te sich die Grup­pe gegen drei­vier­tel 12 Uhr als eine der letz­ten in Bewe­gung und führ­te über die Maxi­mi­li­an­stra­ße, den Max-Joseph-Platz, die Lud­wig­stra­ße und den Ode­ons­platz sowie über den Sta­chus und die Son­nen­stra­ße wei­ter zur The­re­si­en­wie­se. Dort tra­fen sich die Chiem­gau­er Tracht­ler zu einer gemein­sa­men Reser­vie­rung im Fest­zelt Tra­di­ti­on auf der Oidn Wiesn. Mit dabei waren auch die Blas­mu­si­kan­ten aus Mar­quart­stein und Reit im Winkl, sie sorg­ten flei­ßig für gute Marsch­mu­sik. Für vie­le war die Teil­nah­me ein beson­de­res Erleb­nis, für man­che sogar der ers­te Besuch des Okto­ber­fes­tes über­haupt. Vor allem die Grö­ße des Münch­ner Fes­tes im Ver­gleich zum hei­mi­schen Herbst­fest oder zu den eige­nen Ver­eins­ver­an­stal­tun­gen im nun­mehr abge­lau­fe­nen Trach­ten­som­mer hin­ter­ließ blei­ben­de Ein­drü­cke. Der all­ge­mei­ne Tenor unter den Teil­neh­mern: „War ein sakrisch schee­ner Aus­flug für uns Trachtler.“